Tagesfortbildung für Betreuungskräfte §43b SGB XI
zu Angehörigen, BewohnerInnen, KollegInnen und/oder Mitarbeitenden in fordernden Situationen einsetzen
Wo Menschen miteinander in Begegnung gehen (Interaktion), treffen
unterschiedliche Wahrnehmungs-, Verständnis- und Kommunikationswelten
aufeinander. Die Art und Weise wie verbale, non-verbale und paraverbale Signale
genutzt und gedeutet werden ist sehr individuell und beruht auf den persönlichen
Erfahrungen und Vorlieben der jeweiligen Person (Sozialisation). Dieser Umstand ist
ein Grund für das Auftreten von Fehlinterpretationen innerhalb des
Kommunikationsprozesses, die wir klassisch als "Missverständnis" definieren, aus
denen heraus vielfältige Komplikationen im Miteinander erwachsen.
Interaktion (Begegnung) ist immer auch Emotion (Gefühl). Unsere Wahrnehmung
beruht auf unseren fünf Sinnen mit denen wir sehen, hören, riechen, schmecken
und fühlen), den dabei entstehenden Gefühlen sowie der individuellen Bewertung
(Interpretation) dieser Eindrücke. Ob eine Wahrnehmung als angenehm wohltuend
oder unangenehm bedrohlich interpretiert wird ist sehr individuell und beruht auf
dem Erfahrungshintergrund der jeweiligen Person. Emotionen sind mächtige
Wirkfaktoren und beeinflussen unser Denken und Handeln. Dieser Zusammenhang
wird besonders deutlich in Situationen, die als (heraus-)fordernd erlebt und
wahrgenommen werden.
In diesem Seminar wollen wir uns mit diesen Phänomen auseinandersetzen und
Kommunikationsstrategien entdecken, die es ermöglichen den emotionalen
Sprengstoff in fordernden Situationen zu entschärfen. Hierzu tauchen wir
beispielhaft in Kommunikationssituationen ein um ein Gespür für die
Unterschiedlichkeit von Wahrnehmungs- und Bewältigungsprozessen zu erlangen.
Ziel ist es ein Gespür für die Erlebenswelt des Gegenübers zu entwickeln und
mittels validierender Kommunikation emotional aufgeladene lösungsorientiert auf eine neutrale Diskussionsebene zu führen.
Inhalte / Ziele:
– Grundlagen der Kommunikation und Wahrnehmung
– Einflussfaktoren für eine gelingende Kommunikation
– Bedeutung von Emotionen für das Denken und Handeln
– Grundlagen validierender Kommunikation
– Konflikte
– Erprobung validierender Kommunikationstechnik in fordernden Situationen
– Besprechung von Praxisbeispielen aus dem Alltag der Teilnehmenden
Referentin: Sabine Mierelmeier, Dipl. Sozialarbeiterin
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Janina G.Dülmen