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2018 06 Acht Inklusionsbegleiterinnen erhalten ihr Zertifikat

Das gemeinsamen Lernen und das Durchhaltevermögen haben sich gelohnt. Acht Frauen haben nur Ihr Zertifikat als Inklusionsbegleiterin erhalten. Seit Februar haben sie sich über viele Wochen regelmäßig in der FBS Dülmen getroffen und mit Hilfe von verschiedenen Referentinnen und Fachleuten aus der Praxis ihr Wissen erweitert. Inhalte dieser Qualifizierung sind Informationen und Wissen rund um Aufgaben, Rechte und Pflichten eines Inklusionsbegleiters, Information über die unterschiedlichen Krankheitsbilder wie Autismus, Traumatisierung und Wahrnehmungsbeeinträchtigungen und Tipps zur Begleitung und Anleitung eines Kindes. Die eigene pädagogische Grundhaltung steht genauso auf dem Lehrplan, wie Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen oder Deeskalationsstrategien. Neben der Ausbildung absolvierten die Teilnehmerinnen ein Praktikum, um das in der Theorie erlernte auch in der Praxis anwenden zu lernen. Die Teilnehmerinnen bescheinigten den Referentinnen eine interessante und qualifizierte Ausbildung erhalten zu haben und fühlen sich nun gut ausgebildet um in ihre neue Aufgabe zu starten. Inklusionsbegleiter unterstützen ein oder mehrere Kinder um das Gelingen des gemeinsamen Unterrichts sicherzustellen.

Foto: FBS Dülmen

 

2018 04 Neue Babysitterinnen ausgebildet

Kooperation der Marienschule und der Familienbildungsstätte
Über drei Monate haben sich Schülerinnen der Marienschule mit Themen wie zum Beispiel die Säuglingspflege, Aufgaben eines Babysitters, Spiel- und Beschäftigungsangebote sowie Erste-Hilfe und Gefahren beschäftigt. Es wurde Vieles ausprobiert, gespielt, gesungen und eine Menge Wissen über Babys und Kleinkinder mitgenommen. Im Rahmen der AGs im Nachmittagsbereich haben zwei Referentinnen der Familienbildungsstätte Dülmen einmal in der Wochen den jungen Mädchen in praktischer Weise eine Vielzahl an Informationen vermittelt. Am Ende der drei Monate und nach der bestandenen Wissensabfrage haben alle ihr „Babysitterdiplom“ erhalte und können nun in die verantwortungsvolle Aufgabe des Babysittens einsteigen.

Wer einen Babysitter für sein Kind sucht, kann sich gerne in der FBS Dülmen, Kirchgasse 2 unter 02594/9430-0 melden. Hier gibt es einer Babysitterkartei über die die ausgebildeten Babysitter an Familien vermittelt werden.

2018 02 15 Jugendliche erhalten ihre Zertifikate als Jugendliche Seniorenbegleiter

15 Schülerinnen des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums (AvD) und des Clemens-Brentano-Gymnasiums (CBG) schlossen den Fortbildungskurs „Jugendlicher Seniorenbegleiter“ in der Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen ab. „Wir sind sehr stolz auf Euch!“ lobten die Lehrerinnen Ursula Ellenbracht und Roswitha Lastering vom AvD Gymnasium und Gundula Homann vom CBG  ihre Schülerinnen, die sich in den letzten sechs Monaten in die Erlebenswelt von alten, behinderten und dementen Menschen wagten. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde übergab Hildegard Streyl, Päd. Mitarbeiterin der FBS Dülmen für den Bereich Beruf und Ehrenamt in sozialen Feldern den engagierten Jugendlichen das Abschlusszertifikat. Bis es so weit war, erhielten diese zunächst unter fachlicher Begleitung von Sonja Hellmann an 13 Nachmittagen theoretische Grundlagen im Umgang mit älteren und hilfebedürftigen Menschen. Erkrankungen im Alter und die Kommunikation mit Menschen mit einer Demenz wie auch Abschied, Tod und Trauer waren nur einige Themen dieses Fortbildungskurses. Ganz praktisch ging es bei den Einheiten zur Anwendungen von Pflegehilfsmitteln, wie z.B. das Schieben eines Rollstuhls, und Spiele, Lieder und weitere Beschäftigungsangebote für Senioren zu. So waren die 15 Jugendlichen gut vorbereitet für das anschließende Praktikum: Sie konnten einem im Rollstuhl sitzenden Senior eine Jacke anziehen, ihm das Essen reichen und hatten Kenntnisse über die wichtigsten Grunderkrankungen im Alter sowie das richtige Verhalten im Notfall. Gut aufgenommen und kompetent begleitet wurden die 15 Jugendlichen während ihres praktischen Einsatzes in den Dülmener Altenheimen, Tagespflegeeinrichtungen und dem Haus Pia als Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz. Erstmals habt sich eine Teilnehmerin das Haus Jakob  im Anna-Katharinen Stift Karthaus für ihr Praktikum ausgewählt. Dort war die 15 jährige Carlotta Janert in der Einzelbeschäftigung eingesetzt. Wie auch ihre Kurskolleginnen, fühlte sie sich durch die Kursabende gut auf die Praxis vorbereitet „im Besonderen durch die Themen Interaktion und Gesprächsführung wusste ich, wie ich auf Menschen mit Demenz zugehen kann“.Wir sind viel sicherer im Umgang mit älteren und pflegebedürftigen Menschen geworden,“ bestätigten auch die anderen Jugendlichen.  Durch ihre guten Erfahrungen im Praktikum will sich Carlotta Janert auch weiter ehrenamtlich für die Bewohner des Haus Jakob engagieren. Auch andere Jugendliche haben sich dies zumindest für die Ferien fest vorgenommen.

Die Jugendlichen ziehen neben dem Gewinn an Lebenserfahrung durch die Übernahme von Empathie getragenes ehrenamtliches Engagement in sozialen Feldern auch ganz handfesten Nutzen aus dem Kennenlernen der Freiwilligenarbeit: So manchem hat der Einblick in Bereiche der Medizin, Pflege und Sozialarbeit die Perspektive auf das künftige Berufs- und Arbeitsfeld eröffnet.

Hildegard Streyl ist sich sicher, die Jugendlichen werden ihre Kenntnisse aus diesem Fortbildungskurs weiterhin ehrenamtlich in einem Altenheim, in der ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe und im familiären Umfeld einbringen. Für die Jugendlichen ist es wichtig, auch schon in jungen Jahren das gute Gefühl zu erleben, anderen zu helfen, und „Wer sich bereits in seiner Kindheit und Jugend engagiert, tut dies mit großer Wahrscheinlichkeit auch im weiteren Leben. Heute das Engagement Jugendlicher zu fördern, ist eine Investition in die spätere Engagementbereitschaft  Erwachsener“, so Streyl

 

„Für den ersten Fortbildungskurs 2008 mussten wir noch auf die Schule zugehen und hätten nie gedacht, dass wir so viel Erfolg haben“, erinnert sich Irmgard Neuß. Die Leiterin der FBS Dülmen hat das Konzept entwickelt. Wie sehr er inzwischen anerkannt ist, lässt sich auch daran ablesen, dass er inzwischen auch in Haltern am See umgesetzt wird und längst die weiterführenden Schulen um eine Beteiligung nachfragen. Denn, so Irmgard Neuß, „viele Schulen haben erkannt, dass das Heranführen an ehrenamtliches, freiwilliges Engagement eine Herausforderung für Bildung und Erziehung ist“.

 

So ist es nicht verwunderlich, dass die Familienbildungsstätte Dülmen vom Deutschen Katholikentag gebeten wurde, am Donnerstag, den 10. Mai das Kurskonzept und die Erfahrungen der letzten Jahren im Rahmen eines Workshops in der Marienschule in Münster darzustellen.

Berichterstattungen bis 2017

Berichterstattung FBS Dülmen zusammengefasst bis 2017


2017 07
Neuntklässler der Marienschule informierten sich über das Thema Demenz

Wie fühlt es sich an, wenn man mit zitternden Händen Kleingeld aus dem Portemonnaie holen möchte? Wie, wenn man nur noch schemenhaft sieht und Wasser einschenken will?
Das erlebten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe neun der Marienschule in Dülmen hautnah. Einen Vormittag lang ging es an der bischöflichen Realschule für eine der vier neunten Klassen nicht um Mathematik und Vokabeln, sondern um die Themen alt werden und Demenz. Angeboten wurde das Unterrichtsprojekt "Generation 70 + im Fokus" von der Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen in Kooperation mit der Marienschule und dem Caritas-Fachseminar für Altenpflege. "Unser Ziel ist es, die jungen Menschen für das Thema Demenz zu sensibilisieren. Wir möchten ihnen auch vermitteln, dass erkrankte Menschen nicht nur Defizite, sondern auch Potenziale haben", erklärte Doris Schröer. Die Diplom-Sozialpädagogin, die selbst in Münster in einem Haus für Demenzkranke und am Fachseminar für Altenpflege in Rheine arbeitet, hat das vier Stunden umfassende Unterrichtsprojekt im Auftrag der "Dülmener Allianz für Menschen mit Demenz" entwickelt.
Neben allgemeinen Informationen über die Erkrankung, zum Verhalten Demenzkranker und Tipps für den Umgang mit ihnen, konnten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen an verschiedenen Stationen selbst erleben, was es bedeutet, im Alter eingeschränkt zu sein – zum Beispiel mit einem Tremor-Handschuh, der über elektrische Impulse gesteuert wird. Milena Sträter probierte ihn aus. Langsam begann es in ihren Händen zu kribbeln. Altenpflegeschülerin Vanessa Wienhölter hatte das Steuerungsgerät in der Hand. "Das ist komisch. Es zuckt immer", sagte Sträter und lachte. Ihren Klassenkameraden ging es ähnlich. "Dann versuche einmal, etwas zu schreiben und Kleingeld aus dem Portemonnaie zu nehmen", forderte Wienhölter sie auf. Das schien gar nicht so einfach zu sein. Auch als sie Wasser in einen Becher gießen und trinken wollte, funktionierte es nicht so, wie sie es sonst von ihren ruhigen Händen gewohnt ist. "Das ist schon krass. Man hat keine Kontrolle mehr und fühlt sich hilflos", sagte ihr Mitschüler Tim Peters. "Jetzt könnt ihr vielleicht besser verstehen, warum ältere Menschen an der Kasse länger brauchen, um zu bezahlen", nannte Wienhölter ein alltägliches Beispiel.
Ähnlich erging es den Schülerinnen und Schülern an weiteren Stationen. So konnten sie beispielsweise Brillen aufsetzen, die verschiedene Augenkrankheiten des Alters simulieren. Was ist noch zu lesen? Gelingt es, auch an dieser Station ein Glas Wasser einzuschenken? Nach und nach wurde den Neuntklässlern klar, wie sehr körperliche Einschränkungen das Leben erschweren. Neben weiteren Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler in einem Klassenzimmer auch ihren Blutzuckerwert testen lassen. Dabei stellten Altenpflegeschülerinnen ihren Beruf vor.
"Die Schüler sind sehr motiviert", bewertete Schröer das Interesse der 15-Jährigen. Einige hätten bereits Erfahrungen im Umgang mit alten Menschen, für andere sei diese Welt völlig neu. Allen gab sie einen Tipp mit auf den Weg: "Begegnet Demenzkranken mit Geduld und Humor. Das hilft sehr viel."
Zum Abschluss des Vormittags stellte sich Sonja Hellmann der Klasse vor. Sie leitet den Kurs "Jugendlicher Seniorenbegleiter" der FBS. Die neue Fortbildung, die sich an Neunt- und Zehntklässler des Annette-von-Droste-Hülshoff- und des Clemens-Brentano-Gymnasiums sowie der Marienschule Dülmen wendet, startet im September und endet mit der Zertifikatsvergabe im Februar 2018.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.fbs-duelmen.de.
Text: Bischöfliche Pressestelle / 13.07.17
Kontakt: Pressestelle(at)bistum-muenster.de

2016 10
Zertifikatsfortbildung zur Intergenerativen Fachkraft nach dem Dülmener Modell mit großem Erfolg abgeschlossen

In der FBS Dülmen erhielten neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Zertifikat, die knapp ein Jahr an der zwei teiligen Zertifikatsfortbildung zur „Intergenerativen Fachkraft nach dem Dülmener Modell“ sehr erfolgreich teilgenommen haben. Diese Fortbildung
fand zum zweiten Male statt. Dieses bisher in Deutschland einmalige Fortbildungsangebot
wurde von der FBS Dülmen in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule (FH) Münster unter Leitung von Prof. Dr. Jörn Dummann, dem Mehrgenerationenhaus (MGH) Dülmen und dem Projekt Intergeneratives Zentrum Dülmen (IGZ) gemeinsam entwickelt. Mit dem Ziel, ehren-, neben- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus pädagogischen Einrichtungen, Vereinen und Verbänden für die Entwicklung und Etablierung generationsübergreifender Bildungsangebote zu sensibilisieren. Irmgard Neuß, Leiterin der Familienbildungsstätte Dülmen, Lisa Bäther, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses Dülmen, gaben praxisnah eine theoretische Einführung in die generationsübergreifende Arbeit im 1. Baustein dem „Generationenlosten“. Im 2. Baustein zur „Intergenerativen Fachkraft“ wurden sie fachlich, neben Prof. Dr. Jörn Dummann, von verschiedenen Fachreferenten unterstützt. Gerade für die zukünftigen Kooperationspartner des Intergenerativen Zentrums Dülmens (IGZ) – „ Ein Haus für Alle“, ist es eine große Chance, sich schon im Vorfeld im Rahmen einer Fortbildung intensiver mit der generationsübergreifenden Arbeit auseinander zu setzen, so Neuß. Gerade hier in der Fortbildung gelingt bereits eine gute Kooperation zwischen den verschiedenen sozialen Einrichtungen, die im Berufsalltag weiter fortgeführt werden können. Die Besucher der Fortbildung bestätigten den Referenten zum Abschluss eine abwechslungsreiche und sehr gelungene Fortbildung, die nicht nur die Theorie der Intergenerativen Arbeit vermittelt hat, sondern auch interessante Praxisbeispiele, so dass man eine gute Vorstellung von zukünftiger Intergenerativer Arbeit erhalten konnte. Sie bekamen neue Denkanstöße aus dem Blickwinkel der intergenerativen Arbeit und viele Anregungen, wie sie mit einfachen Methoden in ihrem Alltag in Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Familienbildungsstätte, Mehrgenerationenhaus, Altenhilfeeinrichtungen, aber auch in Vereinen umzusetzen sind. Neben 160 Unterrichtstunden zur Theorie der generationsübergreifenden Arbeit, entwickelten alle Teilnehmenden ihr persönliches Praxisprojekt im Rahmen einer schriftlichen Hausarbeit und einer mündlichen Reflexion in der Gesamtgruppe. Die Praxispalette reichte von generationsübergreifenden Kreativ- und Musikangeboten von (Wahl) - Großeltern und Enkelkindern in Kindertageseinrichtungen, von der Planung und Durchführung von regelmäßigen Begegnungsnachmittagen zwischen Kindertageseinrichtungen und Altenhilfeeinrichtungen, bis hin zu Angeboten zur gesunden Ernährungszubereitung von Jung bis Alt. Neue Formen der generationsübergreifenden Begegnung im Sozialraum im Rahmen des Projektes „wellcome“ – praktische Hilfen für junge Familien, oder die Entwicklung einer generationsübergreifenden Tagespflege mit Kindergartenkindern und Senioren, standen im Vordergrund der Hausarbeiten. Die Teilnehmenden kamen aus dem Familienzentrum St. Anna Kindergarten, dem St. Ida und St. Antonius Kindergärten in Dülmen, der Familienbildungsstätte Dülmen, der Stiftung zu den Heiligen Fabian und Sebastian in Rosendahl – Osterwick und von einem geplanten Generationenprojekt zwischen Kindertagesbetreuung und Altenhilfeeinrichtung in Delbrück im Kreis Paderborn.
Irmgard Neuß und Dommik Hassa, die die gesamten zwei Bausteine fachlich begleiteten, freuten sich über das hohe Interesse, sich stärker inhaltlich mit der generationsübergreifenden Arbeit auseinander zusetzten. Denn insbesondere das intergenerationelle Lernen ist eine neue Herausforderung, nicht nur für verschiedene soziale Einrichtungen im Rahmen des demographischen Wandels. Neben den geplanten Angeboten entstehen häufig auch ganz zufällige Lernsituationen mit verschiedenen Altersgruppen. Diese zukünftig stärker in den Blick zu nehmen, war eine Forderung von Prof. Dr. Jörn Dummann im Rahmen der Zertifikatsfortbildung. Gerade hier zeigt es sich, wie sinnvoll die gute Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis im Dialog der Generationen in Dülmen war. Anfragen aus ganz Deutschland und darüber erreichen die Familienbildungsstätte Dülmen, für weitere Schulungen in diesem neuen pädagogischen Feld der Intergenerativen Arbeit. Am Freitag, 24. Februar und Samstag, 25. Februar 2017 startet von jeweils 9 bis 16:15 Uhr die neue Fortbildungsreihe mit dem Baustein 1 „Generationenloste“. Die Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen lädt am Montag, 16. Januar 2017 von 18 bis 19:30 Uhr in der FBS Dülmen zu einem kostenfreien Informationsabend zu der Fortbildungsreihe „Vom Generationenlotsen bis zur Intergenerativen Fachkraft nach dem Dülmener Modell“ (Bausteine 1 und 2) jetzt schon ein. Interessierte können sich für eine neue Fortbildungsreihe 2017 unter Tel.: 02594/9430-0 ab sofort vormerken lassen. Weitere Informationen sind FBS Programm, im Sonderprogramm vom „Generationenlosten“ bis zur „Intergenerativen Fachkraft nach dem Dülmener Modell“ zu finden.


2016 10
Referenten und Mitarbeiter der FBS Dülmen auf Jubiläums-Landpartie

Alle Referentinnen und Referenten der Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen und ehrenamtliche Vorstandsmitglieder des Fördervereins der FBS Dülmen e.V. und des Trägervereins der FBS Dülmen, wurden im Rahmen des 60jährigen Jubiläums der FBS Dülmen zu einer FBS Landpartie eingeladen.
 
Mit der Begrüßung von Irmgard Neuß, Leiterin der FBS Dülmen und Ursula Volpert, 1. Vorsitzende des Fördervereins der FBS Dülmen e.V. startete der Nachmittag zunächst in der FBS Dülmen. Nach einer kleinen Stärkung bei Kaffee und Kuchen, begann die FBS Landpartie mit verschiedenen Ausflügen aufs Land oder in die Stadt Dülmen. Pferde, Fische, Kunst und Spiritualität spielten dabei eine große Rolle. In kleinen Gruppen erfolgten Ausflüge und Führungen zu den bekannten Dülmener Wildpferden in Merfeld, dem Gelände der Tierklinik Domäne Karthaus, zu den Hausdülmener Fischteichen sowie einer historischen Stadtführung und einem spirituellen Stadtrundgang in Dülmen Stadtmitte. Ausklingend gab es am Abend noch ein gemeinsames Grillfest in der Gaststätte An´Koppel Steen, wo sich die Teilnehmenden über ihre Erlebnisse der Landpartie austauschen konnten. Für alle Gruppen war es ein sehr gelungener Nachmittag.
Daneben wurden beim gemütlichen Beisammensein am Abend alle langjährigen Kursleitungen geehrt, die im Jubiläumsjahr 2016 seit 20 Jahren und mehr für die FBS Dülmen tätig sind. Besonders geehrt wurde Frau Hedwig Brintrup, Fachbereich: Mode – Nähen, die seit 39 Jahren und Gerda Fliß, Fachbereich: Fitness – Bewegung seit 32 Jahren für die Familienbildungsstätte tätig. Das bedeutet, sie waren mehr als die Hälfte des 60. jährigen Bestehens der Einrichtung als nebenamtliche Kursleitungen für die FBS Dülmen im Einsatz.
Zwischen 20 und 29 Jahren wurden Evelyn Brake, Petra Brinkmann, Renate Eschmann, Gabriele Kleyboldt, Andrea Lenz und Helga Michejda, aus dem Fachbereich Fitness- Bewegung geehrt. Zu den Jubilaren gehörten auch Elisabeth Alfermann, aus dem Fachbereich: Mode – Nähen und Leonard Schlieker aus dem Bereich der Beruflichen Bildung. Leider konnten einige Jubilare am Abend nicht anwesend sein. Insgesamt war die FBS Landpartie ein gelungenes Fest für alle Beteiligten, da waren sich die Anwesenden zu Abschluss des Abends sicher. 


2016 10
Von der Mütterschule zum Haus für Generationen - FBS Dülmen feierte 60-jähriges Bestehen

Grußworte, Märchen, Musik und die Premiere eines Trickfilms füllten die Jubiläumsfeier der Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen am Donnerstag, 6. Oktober. Vor 60 Jahren als Dekanats Mütter – und Bräuteschule gegründet, stellt sich die Einrichtung unter dem Dach des katholischen Bildungsforums Coesfeld heute als Haus mit Angeboten für alle Generationen dar. Entsprechend stand die Feier mit zahlreichen Gästen unter dem Motto: „gestern – heute – morgen".
 Wie sich Themen und Angebote im Laufe der vergangenen 60 Jahre verändert haben, wurde nicht nur in den Grußworten deutlich, sondern auch in einem Trickfilm, der an diesem Abend Premiere feierte. In den Osterferien hatten sich die Teilnehmer eines intergenerativen Projekts im Alter zwischen sechs und 82 Jahren unter der Leitung von Medienpädagogin Gaby Schlü-ter mit der Geschichte der Familienbildungsstätte beschäftigt. Sieben Minuten lang ist ihr Werk geworden, das die Veränderungen deutlich werden lässt. Drei Generationen erzählen über ihre Verbindung zu der Einrichtung. „Durch den gemeinsamen Rückblick hat jede Gene-ration auch einen Einblick in die Perspektive des anderen erhalten", würdigte Irmgard Neuß, seit 25 Jahren Leiterin der FBS Dülmen, das Projekt.
Der Erfolg der FBS lasse sich auch darauf zurückzuführen, dass „das Team immer zuerst ge-schaut hat, welchen Bedarf es in der Gesellschaft gibt, um dann mit hilfreichen Angeboten zu reagieren", sagte Christel Plenter vom Bistum Münster. Die Leiterin des Referats Bildung und Spiritualität überbrachte Grüße von Weihbischof Dieter Geerlings und betonte, dass die FBS mit ihren Kursen und Qualifikationen immer Antworten parat habe, damit Leben gelingen könne. „Das ist ein urchristlicher Auftrag", betonte sie.
„Die Familienbildungsstätte steht immer mitten im Leben und trifft mit ihren Angeboten den Nerv der Zeit", leitete auch Dülmens Bürgermeisterin Lisa Stremlau ihr Grußwort ein. Als einer von zwei Standtorten des Mehrgenerationenhauses und Vorreiterin in der intergenerati-ven Arbeit lobte sie die gute Zusammenarbeit. Die Familienbildungsstätte werde das künftige Intergenerative Zentrums (IGZ) mit Leben füllen, in dem auch das Familienzentrum St. Anna-Kindergarten, das Pfarr- und Jugendheim der Kirchengemeinde St. Viktor sowie städtische, bürgerorientierte Funktionen aus dem Rathaus untergebracht sein werden.
Den Beweis, dass Märchen nicht nur etwas für Kinder sind, trat Ulrike Wißmann mit zwei Erzählungen an. Die Leiterin der FBS Coesfeld schaffte eine Verbindung zwischen ihren Ge-schichten und den Angeboten der FBS. „Wir nehmen den Menschen in den Blick, so wie der Gänsehirt das Lumpenkind in dem Märchen", stellte die Märchenerzählerin eine Verbindung her. Ebenso zur zweiten Erzählung von der Beutelratte, die gern eine Fledermaus werden wollte, schaffte sie eine Parallele: „Es ist wichtig, sich immer weiterzuentwickeln und nicht stehen zu bleiben."
Einen großen Anteil an der Entwicklung der FBS Dülmen habe Irmgard Neuß. Da waren sich alle Beteiligten einig. Sie habe mit ihrem Engagement und ihrer Fachkenntnis viele Projekte ins Leben gerufen, die weit über Dülmen hinaus Anerkennung und Nachahmer finden. Neuß gab das Kompliment an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter. „Ohne ein gutes Team würde das nicht funktionieren", sagte sie.
Musikalisch untermalte Christoph Falley, Kantor an St. Viktor, den Abend mit seinem Saxo-phon und seiner Stimme.
Der Trickfilm ist im Internet auf  YouTube zu sehenzu sehen. Bitte geben Sie Trickfilm FBS Dülmen ein. 

Film 60 Jahre FBS Dülmen


2016 06
Großes Interesse an der 1. Intergenerativen Fachtagung

Über ein „volles Haus“ freute sich Irmgard Neuß, Leiterin der Familienbildungsstätte (FBS), als sie am Donnerstag, 09. Juni die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „1. Intergenerativen Fachtagung“
 St. Barbara Haus begrüßte. Über 90 Gäste aus sozialen und kirchlichen Einrichtungen, aus Politik, Verwaltung und Verbänden waren der Einladung gefolgt. „Miteinander statt nebeneinander: Neue Wege des intergenerativen Arbeitens in Bildung, Pastoral- und Sozialraum“ lautete der Titel der ganztägigen Veranstaltung.
Dafür, dass diese Fachtagung ausgerechnet in Dülmen und nicht in Berlin, München oder Hamburg stattfinde, gebe es einige gute Gründen, betonte Irmgard Neuß. So gebe es in Dülmen in den vergangenen acht Jahren ein hohes Interesse an generationsübergreifenden Themen, woraus letztlich auch die Idee des Intergenerativen Zentrums (IGZ) erwachsen sei, das Kirche und Stadt gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern, u.a. mit der Regionale 2016, entwickelt haben. Mit ihren landesweit viel beachteten Fortbildungsangeboten „Generationenlotse und Intergenerative Fachkraft“ sowie dem Projekt „Jugendliche begleiten Senioren“ ist die FBS Dülmen schon lange federführend in der intergenerativen Arbeit unterwegs. Was da näher, als zum 60. Geburtstag der Einrichtung in diesem Jahr eine große Tagung zum Thema anzubieten?
„Als Bürgermeisterin kann ich  nur froh und stolz sein, dass es in unserer Stadt so viele kompetente und engagierte Menschen gibt, die sich für die Entwicklung unseres Intergenerativen Zentrums und für das Miteinander der Generationen einsetzen“, betonte Bürgermeisterin Lisa Stremlau bei der Begrüßung. „Ich bin zuversichtlich, dass unser IGZ, wenn es einmal fertig ist, große Strahlkraft und Signalwirkung haben wird“, unterstrich auch Pfarrdechant Markus Trautmann von der katholischen Kirchengemeinde St. Viktor.
Dass es heute alles andere als selbstverständlich ist, dass junge und alte Menschen miteinander in Kontakt kommen, wurde beim ersten Impulsvortrag von Prof. Dr. Jörn Dummann von der Fachhochschule Münster deutlich. Zwar hatte Dummann seine Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen müssen, doch die Gäste konnten den Mitschnitt eines früheren Vortrags von ihm auf einer großen Leinwand verfolgen. „Nur jeder zehnte Mensch zwischen 21 und 29 Jahren hat einmal pro Woche Kontakt zu einem Menschen über 60“, erläuterte Dummann darin. Dies sei dramatisch, da Menschen unterschiedlicher Generationen so viel voneinander lernen könnten.
Interessante Einblicke in das Leben der Generationen in Japan gab anschließend Prof. Dr. Yasuyuki Sugatani, der aus Osaka nach Dülmen gekommen war, um zur intergenerativen Arbeit zu forschen und die Tagung mitzugestalten. Er überraschte seine Zuhörer mit einer erstaunlichen Zahl: „In Japan leben derzeit 60.000 Menschen, die 100 Jahre oder älter sind.“ Die Lebenserwartung sei dort sehr hoch, so Sugatani, der als Linguist eigentlich auf die Sprachentwicklung bei Demenzerkrankten spezialisiert ist. Er berichtete unter anderem von einem Forschungsprojekt, bei dem Kindergartenkinder und Menschen mit Demenz durch die Arbeit mit Musik und Bilderbücher miteinander in Kontakt gebracht worden sind. Am Nachmittag hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung die Gelegenheit sich in verschiedenen Workshops intensiv mit Praxisbeispielen der intergenerativen Arbeit zu beschäftigen. Durch den Tag führte Erik Potthoff als Moderator.
weitere Bilder unter: IGZ Dülmen
Bericht: Stadt Dülmen 2016

2015 11
Die FBS Dülmen erreichte Platz 1 unter den Top Ten

Von ca. 450 Einrichtungen in NRW im Rahmen des Projektes „Weiterbildung begleitet demographischen Wandel“ mit dem Fortbildungkonzept: "Vom Generationenlosten bis zur Intergenerativen Fachkraft nach dem Dülmener Modell"
 
erreicht die FBS Platz 1.
Das Ehrenamtsprojekt "Jugendliche begleiten Senioren" erreichte Platz 4 der Auswahl.
 
In den letzten Jahren hat die Familiebildungsstätte (FBS) Dülmen – Kath. Bildungsforum Coesfeld mit unterschiedlichen Kooperationspartnern verschiedene innovative Qualifizierungen und Konzepte wie Fortbildungen zum Seniorenbegleiter, Demenzbegleiter, Patientenbegleiter, Pflegelotse, Generationenloste, Nachbarschaftspate nach dem Dülmener Modell unter Leitung von Irmgard Neuß entwickelt. Die FBS Dülmen hat damit überregionale Aufmerksamkeit erweckt und verschiedene Preise und Auszeichnungen erhalten. Im Rahmen des aktuellen Projektes „Weiterbildung begleitet demographischen Wandel“ der Landesarbeitsgemeinschaft für Kath. Erwachsenenbildung und Familienbildung in NRW e.V. (LAG KEFB NRW), dem Arbeitskreis der Bildungsstätten und Akademien in NRW e.V.(@ba NRW) und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, wurden auf einer Tagung in Dortmund die Ergebnisse des Innovationsprojektes „Potenziale der Praxis und innovative Konzeptentwicklung – umfassende Begleitung des demographischen Wandels durch Weiterbildung“ unter Leitung von Klaus Wittek, Geschäftsführer der LAG KEFB und Petra van Husen, als Vertreterin von @ba NRW vorgestellt. In den letzten Monaten gelang es, aus ca. 450 Weiterbildungsprogrammen aus NRW, insgesamt dreißig zukunftsweisende Projekte/Fortbildungen in die engere Wahl zu nehmen, die die zukünftigen Bedarfe der Familien und Generationen im Rahmen des demographischen Wandels in den Blick nehmen. Nach den Kriterien: Innovation, institutionelle Umsetzbarkeit und langfristige Zukunftsrelevanz, wählten Experten aus Wissenschaft und Weiterbildung, zehn Projekte unter die TOP TEN der Weiterbildung in NRW. Dabei erhielt die Familienbildungsstätte Dülmen mit dem Projekt „Fortbildung vom Generationenlotsen zur Intergenerativen Fachkraft“ Platz 1 und mit ihrem Ehrenamtsprojekt „Jugendliche begleiten Senioren“ Platz 4. Irmgard Neuß, Leiterin der FBS Dülmen und Maria Meiring-Kühnel, Päd. Mitarbeiterin der FBS Dülmen, freuten sich über diese besondere Auszeichnung und stellten im Rahmen der Tagung diese beiden Fortbildungskonzepte ausführlich vor. Insbesondere im Bereich der langfristigen Zukunftsrelevanz, erhielten diese beiden Projekte die höchste Auszeichnung und hohe Wertschätzung des Fachpublikums und von der Vertreterin des Ministeriums für Schule und Weiterbildung in NRW. Die Zertifikatsfortbildung vom „Generationenlosten bis zur Intergenerativen Fachkraft nach dem Dülmener Modell“ wurde in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Münster unter Leitung von Prof. Dr. Jörn Dummann und dem Projekt „Intergeneratives Zentrum (IGZ)“ – „Ein Haus für alle“ sowie dem Mehrgenerationenhaus Dülmen entwickelt. Ziel ist es bei dieser deutschlandweit bisherigen einmaligen Fortbildungsreihe, die Potentiale und Chancen des Generationenübergreifenden Lernens zu vermitteln. Ehrenamtliche, neben- und hauptamtliche Mitarbeitende sollen für die Entwicklung und Etablierung generationsübergreifender (intergenerationeller) Arbeit mit unterschiedlichen sozialen Einrichtungen, Kirchengemeinden und Verbänden sensibilisiert werden und Ansprechpartnerin für die Entwicklung von neuen Projekten sein. Gerade im Rahmen der Planung der neuen Intergenerativen Zentrums in Dülmen (www.igz-duelmen), ein innovativer Begegnungsort zwischen den Generationen, der Kath. Kirchengemeinde St. Viktor und der Stadt Dülmen in Zusammenarbeit mit der Regionale Agentur 2016, dem Bistum Münster und weiteren Partnern, sah die FBS Dülmen frühzeitigen Handlungsbedarf in der Qualifizierung von Mitarbeitenden. Inzwischen kommen die Teilnehmenden zu der Fortbildungsreihe aus ganz Deutschland, Anfragen aus der Schweiz liegen für den Februar 2016 neu startenden Kurs „Generationenlotse“ bereits vor. Bei dem Projekt „Jugendliche begleiten Senioren“ arbeitet die FBS Dülmen eng mit den weiterführenden Schulen und Altenheimen in Dülmen, Nottuln und Haltern zusammen. Dank der Förderung der der Westfalen Stiftung und der PSB Bank in Münster, der Bürgerstiftung Dülmen konnten bereits acht Kurse zur Vorbereitung des sozialen und ehrenamtlichen Engagements an den drei Standorten unter Leitung von Maria Meiring- Kühnel entwickelt und umgesetzt werden. Weitere Informationen zu den Dülmener Projekten bei der FBS Dülmen, Kirchgasse 2, Tel. 02594/9430-0 oder www.fbs-duelmen.de

2015 10
Der IGZ Trickfilm

Elf Kinder und zwei Erwachsene erstellten jetzt einen Trickfilm  über das künftige Leben im Intergerativen Zentrum. Sie erklären darin auf leicht verständliche Weise die Idee vom "Haus für alle". Wie die Animation entstanden ist und welche Idee dahinter steckt, wird in dem Filmbeitrag des Vereins für Medienarbeit gezeigt.  Zum Film wie der Trickfilm entsteht   Hier zum Trickfilm

2015 09
Qualifizierung zur Seniorenbegleitung für Jugendliche im Mehrgenerationenhaus Dülmen

Das Projekt „Gegen die Einsamkeit im Alter – Jung und Alt gemeinsam" bildet Jugendliche zu freiwillig engagierten Seniorenbegleiterinnen und -begleitern aus. Im Fokus der Fortbildung liegt der Umgang und Austausch mit der älteren Generation. Im August 2014 wurde das Engagement des Mehrgenerationenhauses Dülmen mit dem zweiten Platz der „Westfalen bewegt"-Initiative ausgezeichnet.
 Bereits seit einigen Jahren bietet das Mehrgenerationenhaus Dülmen eine Fortbildung zu Seniorenbegleiterinnen und -begleitern an. Freiwillig engagierte Erwachsene haben in diesem Projekt die Möglichkeit, von ausgebildeten Pflegekräften zu lernen. Dabei wird auf eine fundierte theoretische Ausbildung ebenso viel Wert gelegt wie auf praktische Erfahrung.
Als im Jahr 2008 eine junge Praktikantin im Mehrgenerationenhaus Dülmen auf einen Mangel an praktischer Erfahrung Jugendlicher im Umgang mit älteren Menschen hinwies, war die Ausweitung des Projekts zum Seniorenbegleitprogramm für Jugendliche die logische Konsequenz. Im Projekt „Gegen die Einsamkeit im Alter – Jung und Alt gemeinsam", das speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen von Jugendlichen zugeschnitten ist, werden seither Schülerinnen und Schüler in Dülmen und in der Nachbarstadt Haltern am See zu Seniorenbegleiterinnen und Seniorenbegleitern ausgebildet. Ziel des Projekts ist es, den Kontakt zu älteren Menschen herzustellen und den Austausch zwischen den Generationen zu fördern.
Fundierte theoretische Ausbildung
Das Gemeinschaftsprojekt des Mehrgenerationenhauses Dülmen und des EhrenAmts-Büros der Stadt Haltern am See wird an den weiterführenden Schulen beider Städte ab Klassenstufe zehn angeboten. In jedem Jahr nehmen etwa zwölf bis 16 Schülerinnen und Schüler am Projekt teil und finden zunehmend Freude an den freiwilligen Tätigkeiten. Aufgrund der hohen Nachfrage wird die Fortbildung seit diesem Jahr auch im benachbarten Nottuln umgesetzt. „Wir haben bisher schon 115 Seniorenbegleiterinnen und Seniorenbegleiter ausgebildet. Die Resonanz ist überwältigend", freut sich Irmgard Neuß, die einen von zwei Standorten des Mehrgenerationenhauses Dülmen leitet, über die rege Teilnahme.
In 39 theoretischen Unterrichtsstunden werden die freiwillig engagierten Jugendlichen von Pädagoginnen und Pädagogen sowie Expertinnen und Experten zum Leben von und Zusammenleben mit Seniorinnen und Senioren geschult.
 In den theoretischen Schulungen stehen unter anderem die Aufklärung über Alterskrankheiten und der Umgang mit ihnen, einfache Pflegehilfen, aber auch Gesprächsführung und Beschäftigungsmöglichkeiten mit älteren Menschen auf dem Stundenplan. „Wir wollen den Jugendlichen die Angst vor Krankheiten der Seniorinnen und Senioren nehmen und sie mit den Lebensumständen im Alter vertraut machen. Dazu gehört es auch, Strategien zu erarbeiten, wie man mit älteren Menschen am besten umgehen kann. Das vermittelt den Jugendlichen viel Sicherheit", erklärt Irmgard Neuß. Auch Erste-Hilfe-Kurse und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Tod sowie Verarbeitungs- und Bewältigungsstrategien sind grundlegende Elemente des Lehrplans.
Um den Jugendlichen das komplexe Wissen näher zu bringen und nachhaltige Lernerfolge zu erzielen, setzt das Mehrgenerationenhaus in den Theoriestunden auf spielerische und praktische Elemente: Wie schiebt man einen Rollstuhl oder fährt selbst damit? Wie fühlt es sich an, den Alltag mit einem durch einen Schlaganfall gelähmten Arm zu bestreiten? „Spätestens wenn die Jugendlichen versuchen, mit nur einer Hand eine Milchpackung zu öffnen, stellt sich bei ihnen ein ganz anderes Bewusstsein für die Herausforderungen im Alter ein", sagt Maria Meiring-Kühnel, Projektmitarbeiterin und pädagogische Fachkraft im Mehrgenerationenhaus.
 Praxiseinsatz in Altenhilfeeinrichtungen
Ergänzt wird die Ausbildung außerdem um 20 Praxisstunden, die in kooperierenden Altenhilfeeinrichtungen in Dülmen, Haltern am See und seit diesem Jahr auch in Nottuln absolviert werden können. Dabei stehen jedoch nicht Pflegetätigkeiten, sondern vielmehr das gegenseitige Kennenlernen und Beisammensein mit den Seniorinnen und Senioren im Vordergrund. Die Jugendlichen können sich hier Zeit nehmen, um individuell auf die ältere Generation einzugehen. „Die Schülerinnen und Schüler unterhalten sich mit den Seniorinnen und Senioren, spielen Brettspiele oder gehen spazieren. Manche Jugendliche packen auch schon mal die Gitarre aus und singen gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren", erzählt Irmgard Neuß. Im Praktikum bauen die Schülerinnen und Schüler Kontakt zur älteren Generation auf und entwickeln ein Verständnis für sie.
 Die Motivation der Jugendlichen am Ausbildungsprogramm teilzunehmen, stützt sich oft auf persönliche Erfahrungen im eigenen Bekannten- und Verwandtenkreis. „Viele Jugendliche erzählen von Rat- und Hilflosigkeit im Umgang mit älteren Menschen. Genau hier will unser Programm ansetzen und den Dialog zwischen Jung und Alt fördern", erzählt Irmgard Neuß. Darüber hinaus spielt auch der Wille, sich sozial zu engagieren und anderen zu helfen, eine große Rolle. Viele Teilnehmende bleiben auch über den Praktikumszeitraum hinaus in den Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren freiwillig aktiv.
Oft nutzen Jugendliche das Programm aber auch zur Berufsfindung und als Gelegenheit, Pflege-, Pädagogik- und Medizinberufe kennenzulernen. „An den kooperierenden Schulen wird das Projekt sehr positiv aufgenommen. Sie sind große Fürsprecher intergenerativer Projekte und vermitteln ihre Begeisterung an die Schülerinnen und Schüler weiter", erzählt Elisabeth Bäther, Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses Dülmen.
 
Erfolgreiches und preisgekröntes Projekt
Der große Erfolg des Projekts bestätigt sich nicht nur im positiven Feedback der Teilnehmenden und einer stetig wachsenden Anzahl von Freiwillig Engagierten. Beim „Westfalen bewegt"-Wettbewerb wurde das Konzept kürzlich von der Westfalen-Initiative mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Das Projekt erhielt darüber hinaus für die erfolgreich umgesetzte Förderung des freiwilligen Engagements ein Preisgeld von 10.000 Euro.
Für die Projektverantwortlichen ist die Auszeichnung zum einen ein toller Erfolg und Motivator, zum anderen verschafft es dem Projekt eine solide finanzielle Basis. „Für die Ausbildungskurse fallen mehrere tausend Euro Gebühren an, die wir bisher durch Fördergelder und Spendenaktionen finanzieren konnten. Durch das Preisgeld ist die Zukunft des Projekts für die nächsten Jahre auch ohne die freiwillig gespendeten Gelder gesichert", berichtet Irmgard Neuß. Zudem soll eine Informationsbroschüre zum Projekt erstellt werden, um ähnliche Angebote in anderen Städten zu etablieren. Auch von der Aufmerksamkeit, die dem Projekt durch die Auszeichnung zukommt, erhoffen sich die Projektverantwortlichen eine überregionale Verbreitung. „Zeitungen, Radio und Fernsehsender sind auf uns aufmerksam geworden – unter anderem der WDR. Es wäre wunderbar, wenn unser Projektansatz dadurch auch in anderen Städten und Gemeinden aufgegriffen und ebenso erfolgreich umgesetzt wird", sagt Irmgard Neuß.
Text: MGH Seite Dülmen


2015 09
Dülmener Modell findet Nachahmer

Hier können Sie Veröffentlichungen finden
Veröffentlichung in dem Magazin der Union Deutschland: Neue Pflegestärkungsgesetze- mehr Zeit für die Pflege
UNION Mitten in Dülmen - September 2015


2014 03
Jugendliche Seniorenbegleiter - 11 Jugendliche erhalten ihre Zertifikate

Zum Abschluss ihrer Qualifizierung „Jugendliche begleiten Senioren“ erhielten 11 Schülerinnen und Schüler des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums (AvD) und der Marienschule ihr Zertifikat als Jugendliche Seniorenbegleiter in der Familienbildungsstätte Dülmen.
Seit Oktober 2013 haben die zehn Mädchen und ein Junge der Klassen 10 der beiden weiterführenden Schulen einmal wöchentlich in insgesamt 39 Unterrichtsstunden sich vielfältiges Wissen rund um das Thema „Umgang mit Senioren“ angeeignet.
Abgerundet wurde die Qualifizierungsmaßnahme mit einem Praktikum in einer Einrichtung der Altenhilfe. Immer mehr Jugendliche erfahren in der eigenen Familie aufgrund des demographischen Wandels, dass eigene Großeltern oder die von Freunden zunehmend Unterstützung im Alltag benötigen, pflegebedürftig werden oder auch an Demenz erkranken. Auf der anderen Seite haben Jugendliche häufig kaum noch Kontakt mit älteren Menschen, insbesondere dann, wenn die eigenen Großeltern nicht in der Nähe wohnen oder bereits verstorben sind. Gerade hier ist es erforderlich, dass Jugendliche Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen sammeln. Doch bevor die jugendlichen Kontakt zu Senioren aufnahmen, erhielten sie zuerst eine theoretische Einführung. In der ersten Einheit haben sich die Jugendlichen mit ihrer eigenen Motivation für ihr ehrenamtliches Engagement auseinander gesetzt. In weiteren Terminen wurden Informationen zur Kommunikation mit älteren Menschen, Alterserkrankungen und ihre Auswirkungen und natürlich auch zum Thema Demenz gegeben. Ganz praktisch ging es bei den Einheiten zur Anwendungen von Pflegehilfsmitteln, wie z.B. das Schieben eines Rollstuhls, und Spiele, Lieder und weitere Beschäftigungsangebote für Senioren zu. Auch das Thema Sterben und Tod und der Umgang mit Abschied war ein wichtiges Thema dieser Qualifizierungsreihe. Die Kursleiterin Melissa Herrmann begleitete neben Fachreferenten aus der Altenhilfe diesen fünften Kurs in der FBS Dülmen. Möglich wurde diese Fortbildung durch die gute Kooperation der beiden Schulen und der Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen und der finanziellen Unterstützung durch die Bürgerstiftung Dülmen und dem Mehrgenerationenhaus. Der Vorsitzende der Bürgerstiftung Dülmen, Christan Vogt, bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern für ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement, dass die Bürgerstiftung gerne unterstützt. Frau Lastering, AvD, und Herr Hölscher, Konrektor der Marienschule, würdigten den besonderen Einsatz der Schüler, sich neben der Schule weiteres Wissen anzueignen und sich ehrenamtlich zu engagieren. Die Päd. Mitarbeiterin der FBS Dülmen Maria Meiring-Kühnel gratulierte den 11 frischgebackenen jungen Seniorenbegleitern und betonte den generationsübergreifende Ansatz des Mehrgenerationenhauses Dülmen Jung und Alt miteinander in Kontakt zu bringen.

2013 11
FBS erhält Förderpreis

Am Freitag, 8. November 2013 wurde das Projekt „Qualifizierung von jugendlichen Seniorenbegleitern“ mit einem Förderpreis in Höhe von 2.500 Euro von der PSD Bank Westfalen-Lippe eG, Münster ausgezeichnet.
 
Das PSD Bürgerprojekt 2013 stand unter dem Motto „Unser Ort soll größer bleiben!“. Ziel des PSD Bürgerprojektes war es, herausragendes bürgerschaftliches Engagement im Geschäftsbereich der PSD Bank, die von den Medienpartnern Neue Westfälische und Westfälische Nachrichten unterstützt wurde, auszuzeichnen und durch Geldpreise zu ermöglichen. Das EhrenAmt der Stadt Haltern am See und die Familienbildungsstätte Dülmen, die seit 2010 jährlich eine Fortbildung für Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse in Haltern am See anbieten, wurden mit einem Förderpreis von 2.500 Euro ausgezeichnet. Auf vorbildliche Weise setzen sie sich für das Miteinander der Jugendlichen und der älteren Generation ein. Denn, so Klaudia Schild vom EhrenAmt, der demographische Wandel ist nicht nur eine Bedrohung, sondern auch Anlass und Chance für gesellschaftlichen Fortschritt.
32 Projekte bewarben sich um die Fördergelder. Aus den 13 Finalrundenteilnehmern, die alle 1000 Euro erhielten, wurden noch weitere besonders herausragende Projekte ausgezeichnet. Hier erhielt das Projekt der Seniorenbegleiter noch weitere 1500 Euro. Die Fördersumme stammt aus der Lotterie, die von den Sparern der Bank gespeist wird, das Gewinnsparen. Dieses setzt sich aus 3 Komponenten zusammen: Sparen – Helfen – Gewinnen.
Gewinner in Haltern am See sind u.a. die Jugendlichen, denen das EhrenAmt nun erneut eine kostenfreie Qualifizierungsmaßnahme ermöglicht. Aber auch die älteren Menschen in den Altenheimen und Tagespflegestätten, in denen die Jugendlichen ehrenamtlich tätig sind, profitieren hiervon.
Heute, am Mittwoch, 13. November sind alle interessierten Jugendlichen zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung um 16:45 Uhr in das Lernzentrum des Joseph-König-Gymnasiums Haltern, Raum 2.09 eingeladen. Maria Meiring-Kühnel von der Familienbildungsstätte Dülmen und die Kursleiterin Alexandra Fahr werden dort die Inhalte und den Ablauf der Qualifizierung nochmals im Einzelnen vorstellen und erläutern. Anmeldungen und Fragen zum Kurs sind auch beim EhrenAmt der Stadt Haltern am See, Klaudia Schild, telefonisch unter Tel. 933-219 möglich.
Foto: Preisverleihung in der PSD-Bank Münster
Von links
Norbert Kerkhoff, Vorstand der PSD Bank; Maria Meiring-Kühnel, Familienbildungsstätte Dülmen; Klaudia Schild, EhrenAmt der Stadt Haltern am See; Franz-Josef Kukuk Aufsichtsratvorsitzender
2013 05
Musikalisches Projekt in Dülmen im WDR Radio
Das intergenerative musikalisches Musikprojekt für Jung und Alt der Familienbildungsstätte Dülmen als Praxisbeitrag in der Radiosendung des WDR 3 und WDR 5 - Lebenszeichen:
"Kirchliche Altenarbeit setzt auf neue Netzwerke".

Das WDR Radio besuchte das intergenerative Musikprojekt der Kath. Familienbildungsstätte Dülmen - Mehrgenerationenhaus, in Zusammenarbeit mit dem Kath. Familienzentrum St. Anna, dem Evgl. Altenhilfezentrum Dülmen. Gefördert wird dieses Musikprojekt von der Bürgerstiftung Dülmen.
Musikalisches Musikprojekt in Dülmen im WDR Radio
• 
Sendung vom 24.02.2013 WDR 3 - WDR 5 Radio
Bild aus dem Projekt


2013 03
Qualifizierung für Integrationskräfte in der Familienbildungsstätte Dülmen abgeschlossen

17 Teilnehmerinnen absolvierten Fortbildung in der Familienbildungsstätte

In vielen Tageseinrichtungen werden Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten und Behinderungen betreut. Dafür braucht es geschultes Personal, das sich besonders damit auskennt. In einer Zertifikatsfortbildung der Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen, die aus 8 Modulen bestand, vertieften und erweiterten die Erzieherinnen aus dem Kreis Coesfeld und Haltern ihr Wissen in unterschiedlichsten Themen. Welche Krankheitsbilder gibt es, welche Ursachen können hinter Behinderungen stehen und in welchen Symptomen zeigt sie sich? Neben theoretischem Hintergrund z. B. zur „Sensorischen Integration“ oder „Unterstützter Kommunikation“ konnten die Teilnehmerinnen in der Praxis erfahren, welcher Förderungen Kinder bedürfen und wie diese wirken. Auch Eltern wollen gut und wertschätzend begleitet sein; dazu lernten die Integrationskräfte Gesprächsinterventionen und Handlungsmöglichkeiten kennen. Die Fortbildung beschlossen die Teilnehmerinnen mit einer Facharbeit, die Voraussetzung für das Zertifikat war.


2012 09
Nachbarschaft neu gedacht! Fortbildung zum Kolpingspaten
Kolping-Paten-Projekt ausgezeichnet als eines der besten 100 Projekte deutschlandweit

Das Kolpingwerk startetet in Zusammenarbeit mit der FBS Dülmen ein Projekt, das dort ansetzen wollte, wo nachbarschaftliche Sorge nicht mehr selbstverständlich funktioniert und der Kontakt zwischen Generationen dürftig geworden ist. Denn: wer wenig Kontakte hat, verkümmert.

Die Idee steht noch am Anfang und doch hat sie schon deutlichen Zuspruch erfahren:
Das Projekt hat bei „startsocial“, einem bundesweiten Wettbewerb zum bürgerschaftlichen Engagement unter der Schirmherrschaft von Angela Merkel, als eines des besten 100 Projekte unter 500 Bewerbungen ein dreimonatiges professionelles Coaching gewonnen. Dadurch erhoffen sich die Beteiligten Impulse und Anregungen, damit das Projekt ein Erfolg wird. Startsocial selbst ist derzeit nominiert für den Deutschen Ehrenamtspreis 2011 (www.startsocial.de). Gleichzeitig können sich die Initiatoren freuen: Die Sparkassenstiftung für den Kreis Coesfeld war von der Idee begeistert, wie Kolping Generationen miteinander ins Gespräch bringen und vor Ort die Lebensbedingungen verbessern will und hat zugesagt, das Projekt mit 3.500 Euro zu fördern.
Zielsetzung des Besuchsdienstes durch ehrenamtliche Paten ist, dass Menschen wieder aktiv am Gemeinde-, Stadtteil- bzw. Gruppenleben teilnehmen können. Die besuchten Menschen sollen nicht vereinsa¬men, sondern (wieder) sozial eingebunden sein. Sie sollen ihre eigenen Ressourcen und Kompetenzen erkennen und nutzen können. Die Menschen werden zunächst zu Hause besucht, da sie von sich aus keine oder wenige Angebote aktiv nutzen können oder wollen. Perspektive dabei ist jedoch, durch Information, Motivation, Vernetzung und Begleitung die Anzahl der außerhäuslichen Aktivitäten und Kontakte zu steigern. Die Paten werden in einem mehrteiligen Kurs des Kolping-Bildungswerkes in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Dülmen qualifiziert und können sich so auf ihre Aufgabe vorbereiten. Schließlich ist es wichtig, eine Vorstellung zu haben, was die Paten in ihrem Engagement erwartet und wie sie es konkret gestalten können.
„Nachbarschaft neu gedacht – Generationen in Verantwortung“
Interessierte – als Paten oder als Ansprechpartner und Initiatoren in der Kolpingsfamilie oder Gemeinde - können sich gerne melden bei:
Sonja Wilmer-Kausch,
Erwachsenen- und Seniorenbildung, 02541/803-472, wilmer-kausch(at)kolping-ms.de
Stand 09-2012
Internetseite
http://www.kolping-ms.de/nachrichten/meldungen/2011/kolping-paten-projekt-ausgezeichnet-als-eines-der-besten-100-projekte-deutschlandweit
Text: Carolin Olbrich

2011 04
Pflegekoffer übergeben

Stadtverwaltung hat bereits eine Pflegelotsin
Dülmen. Was tun, wenn ein naher Angehöriger plötzlich zum Pflegefall wird? Die Stadt Dülmen möchte ihre Beschäftigten bei dem schwierigen Weg auf der Suche nach einer individuellen Antwort auf diese Frage begleiten. „Unterstützung ist in so einer schwierigen Situation auch Aufgabe des Arbeitgebers“, ist Bürgermeisterin Lisa Stremlau überzeugt. Sie hat sich daher gerne dafür eingesetzt, dass die Stadt Dülmen bei der Erprobung des „betrieblichen Pflegekoffers“ mit dabei ist. Mit Anja Nagel gibt es in der Verwaltung bereits eine betriebliche „Pflegelotsin“, die ihren Kollegen mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Am Mittwoch (13.04.) wurde der Koffer nun offiziell an die Stadtverwaltung übergeben.

Der „betriebliche Pflegekoffer“, der im Rahmen des Projektes PFAU (Pflege-Arbeit-Unternehmen) der Kooperationspartner Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld, INFA-ISFM Institut der Fachhochschule Münster und Familienbildungsstätte Dülmen entwickelt wurde, soll die Belegschaft der teilnehmenden Unternehmen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützen. Dr. Jürgen Grüner von der wfc freute sich darüber, dass auch die Stadt Dülmen als Arbeitgeber bereit ist, an der Erprobungsphase teilzunehmen. Zum Thema selbst wies Dr. Grüner darauf hin, dass die Pflege entgegen der Elternschaft nicht planbar ist. „Du gehst abends wie immer ins Bett und am nächsten Tage ist alles anders, weil ein Familienangehöriger z.B. einen Schlaganfall erlitten hat,“ so der Geschäftsführer der wfc.

Der Pflegekoffer enthält unter anderem Informationen über personalpolitische Maßnahmen, rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen, Adressen konkreter Ansprechpartner und zahlreiche weiterführende Broschüren.  Mit der Übergabe startet bei der Stadtverwaltung und in vier anderen Unternehmen des Kreises ein dreimonatiger Testlauf. Mit dem Praxistest ist eine Bewertung durch die Unternehmensleitungen und betroffenen Mitarbeiter verbunden. So soll der letzte „Feinschliff“ erzielt werden, damit der Pflegekoffer bis Ende 2011 dann allen interessierten Unternehmen im Kreis zur Verfügung gestellt werden kann. Finanziert wird der Pflegekoffer aus Mitteln des Landes NRW und des Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung. Zusätzlich unterstützen der Kreis Coesfeld, die Sparkasse Westmünsterland und die Stadt Dülmen das Projekt.

2010 10
Familientag in der FBS
Neugierig sollst Du sein und selig ...

Unser Familientag am 02.10.2010
Unser Thema lautete:
Schwangerschaft- Geburt und die ersten drei  Lebensjahre.
Der Familientag bot allen Teilnehmer die Möglichkeit, sich über das Bildungsangebot für junge Familien und die es werden wollten zu informieren. Der Familientag verstand sich als Angebot für werdende und junge Familien, miteinander zu begegnen, sich auszutauschen, zu informieren und gemeinsam aktiv zu werden. Ganz gemäß unserem

Motto: „Familie macht selig!“
viele Kinder fanden eine Herzchenkartoffel als Erinnerung ganz toll

Vielen Dank für die gute Unterstützung sagt das TEAM der FBS Dülmen
 
Weitere Informationen:
http://www.was-macht-selig.de
http://www.bildung-macht-selig.de

 

2010 07
Ehrenamtliche zertifiziert
Franz-Hospital setzt auf freiwilliges Engagement

Sie freuen sich auf ihre neue Aufgabe: Acht ehrenamtliche Patientenbegleiterinnen
wurden am Mittwoch abend im Dülmener Franz-Hospital begrüßt. Die acht Frauen
haben zuvor einen Kurs besucht, der ihnen das Thema „Ehrenamt im Krankenhaus“
in allen Facetten nahe gebracht hat. Nun halten sie ihr Zertifikat in den Händen und
können motiviert in die neue Tätigkeit im Dülmener Krankenhaus starten. Helfen
wollen sie, wo vor allem die zeitlichen Möglichkeiten des Pflegepersonals ausge-
schöpft sind. Essen reichen, vorlesen oder einfach nur da sein und zuhören, wenn
Patienten einsam sind oder Fragen und Probleme haben. Ehrenamtliche Mitarbeiter
übernehmen keine pflegerischen Aufgaben, sondern sind eher Ansprechpartner für
die Kranken.

„Wir sind so dankbar, dass sie das machen“, betonte Pflegedirektorin Christel Plenter
in ihrer Begrüßung in der Krankenhauscafeteria. „Die wichtigste Zeit ist immer der
gegenwärtige Augenblick. Der wichtigste Mensch ist der, der mir gegenübersteht. Die
wichtigste Tat ist die Liebe“, zitierte sie Tolstoi treffend für die Situation und auch
Motivation der Ehrenamtlichen.

Irmgard Neuß sprach Grußworte für die Familienbildungsstätten Dülmen und Coesfeld, die gemeinsam mit den Christophorus-Kliniken das Projekt „Patientenbegleiter im Krankenhaus“ initiiert hat. „Wir wollen ein Netzwerk der Patientenbegleitung schaffen“, so Neuß. Sichtbares
Zeichen dafür: Die Ehrenamtlichen aus den Krankenhäusern in Coesfeld und Nottuln,
die schon eine Weile „im Dienst“ sind, waren ebenfalls zu der Veranstaltung erschienen,
um ihre „neuen Kolleginnen“ kennen zu lernen. Irmgard Neuß lobte die Unterstützung,
die der Kurs bereits im Vorfeld im Franz-Hospital erhalten habe und wünscht, dass die
Ehrenamtlichen den Gedanken weitertragen, noch mehr Menschen sich angesprochen
fühlen, etwas Zeit für kranke Menschen zu opfern.

Die neuen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Franz-Hospital Dülmen: Ute Enning,
Renate Fischer, Mathilde Goßling, Josefa Große-Verspohl, Mathilde Hendan-Terörde, Yolanda Isla-Martin, Erika Jäschke, Tanja Wisniewski

2009 11
Fachtagung in Soest
Mehrgenerationenhaus für erfolgreiche Seniorenarbeit gelobt

Dülmen. Als Beispiel für erfolgreiche Seniorenarbeit ist das Mehrgenerationenhaus (MGH) Dülmen auf einer landesweiten Fachtagung in Soest bezeichnet worden. "Das MGH hat durch die Initiative Aktiv im Alter einen Weg gefunden, unterschiedliche Partner wie die Volkshochschule, die Neue Spinnerei und die katholische Familienbildungsstätte zu einem funktionierenden Netzwerk zusammenzufügen", heißt es in einer Schrift zur Fachtagung "Seniorenpolitik in ländlichen Regionen". Zu der Veranstaltung hatte das nordrhein-westfälische Familienministerium geladen. Mit einem Informationsstand präsentierten Marita Schenk, Sandra Siewert (beide Fachbereich Arbeit, Soziales und Senioren der Stadt Dülmen), Horst Traud, Ludger Mensmann (beide Runder Tisch für aktivierende Seniorenarbeit) und Irmgard Neuß (Leiterin der Familienbildungsstätte) die Projekte und Angebote des Mehrgenerationenhauses. In verschiedenen Workshops diskutierten die Teilnehmer über Themen wie generationenübergreifende Aktivitäten, Nachbarschaftshilfe oder Seniorenberatung und bezogen positive Beispiele wie das MGH in Dülmen mit ein.
Das MGH organisiert unter anderem Computerkurse von Jugendlichen für Senioren, bietet einen offenen Treff im Mehrgenerationencafé an und unterstützt den Wiedereinstieg in den Beruf. Träger ist die Stadt Dülmen in Kooperation mit der Familiebildungsstätte Dülmen .
Text: Stadt Dülmen Nov. 2009


2009 10
10. Jahre Fortbildungen zur „Freiwilligen Seniorenbegleitung nach dem Dülmener Modell“ der Familienbildungsstätte - Mehrgenerationenhaus Dülmen

„Neue Perspektiven im Alter - Fortbildung zum/r freiwilligen Seniorenbegleiter/in“ - so lautete der Titel des Projektes der Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen, das in Zusammenarbeit mit sechs verschiedenen familienbezogenen Diensten der Beratung und Altenhilfe in Dülmen im Jahr 1999 gemeinsam entwickelt wurde. Die FBS Dülmen leistete damit einen Beitrag zum Modellprojekt NRW „Familienbildung 2010“. Gefördert wurde das Modellprojekt vom Familienministerium NRW (1998 - 2000). Inzwischen wurde die Dülmener Projektidee Modellprojekt Seniorenbegleiter in über 120 Städte Deutschlands übertragen. Weitere Informationen www.senioren-begleiter.de und Anbieter Seniorenbegleiter.

Anlässlich des 10 jährigen Jubiläums lud die Familienbildungsstätte - Mehrgenerationenhaus Dülmen am Freitag, 25. September zu einem Jubiläumsempfang in das St. Barbara-Haus, Dülmen, alle Interessierten ein.

Gemeinsam mit allen, die dieses Projekt und die zahlreichen Folgeprojekte in den letzten 10 Jahren unterstützt, begleitet und gefördert haben, hat die FBS Dülmen dieses Jubiläum gefeiern. Mit den über 400 Ehrenamtlichen und beruflich tätigen in der Senioren- und Demenzbegleitung im Kreis Coesfeld, den Projekt-, Kooperationspartnern und Förderern der FBS Dülmen. Festrednerin des Abends war Prof. Dr. phil. Elisabeth Bubolz-Lutz, Autorin und Direktorin Forschungsinstitut Geragogik - FoGera Witten - Düsseldorf.

Stadt Dülmen -online v. 28.09.2009
Dülmen. Zu einer Jubiläumsfeier hatte die Familienbildungsstätte (FBS) Dülmen am Freitag, 25. September, zahlreiche Gäste ins St. Barbara-Haus eingeladen. Der Anlass: Seit zehn Jahren bietet die FBS Fortbildungen zur freiwilligen Seniorenbegleitung nach dem "Dülmener Modell" an.
Neben Landrat Konrad Püning, Bürgermeister Jan Dirk Püttmann, der Ersten Beigeordneten Christa Krollzig und Stefan Sühling, dem Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Generalvikariat Münster, waren zahlreiche Vertreter aus Politik und Kirche sowie von den Kooperationspartnern des Projektes ins Barbarahaus gekommen.
Es gebe mehrere Gründe, schon nach zehn Jahren ein Jubiläum zu feiern, erklärte FBS-Leiterin Irmgard Neuß bei der Begrüßung. "Die Bedeutung des ehrenamtlichen und freiwilligen Engagements hat in den letzten zehn Jahren in unserer Gesellschaft einen deutlicheren Stellenwert bekommen und wird sicherlich auch weiterhin steigen",  betonte sie. Zudem sei bisher kein anderes Projekt der FBS Dülmen auf so viele Städte übertragen worden. In über 120 Standorten in Deutschland und sogar Österreich und der Schweiz findet das Modell mittlerweile Anwendung.
Allein im Kreis Coesfeld haben sich unter der Regie der FBS und zahlreicher Kooperationspartner in den vergangenen 10 Jahren 440 Freiwillige in der Seniorenbegleitung weiterbilden lassen.
Jüngster Beleg für den Erfolg des Modells ist außerdem die Entscheidung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Mehrgenerationenhaus Dülmen, das die Stadt Dülmen in Kooperation mit der FBS im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hat, für ein halbes Jahr zum "Leuchtturmhaus Demenz" zu machen. Das Dülmener Mehrgenerationenhaus soll damit eine Vorbild- und Beratungsfunktion für die insgesamt 500 MGHs in Deutschland übernehmen.
 
Aufmerksam verfolgte das Publikum im St. Barbara-Haus de Ausführun-gen zum Thema.
 "Frau Neuß, sie sind jetzt die Leuchtturmwärterin", verkündete Bürgermeister Jan Dirk Püttmann in seinem Grußwort. Seinen besonderen Dank richtete er an die vielen Ehrenamtlichen, die die Fortbildung absolviert haben und zum großen Teil heute noch in der Senioren- und Demenzbegleitung aktiv sind. "Sie tragen dazu bei, das Leben der Betroffenen ein Stück weit lebenswerter und würdevoller zu machen."
Landrat Konrad Püning gratulierte der FBS zu ihrer "Pionierarbeit", mit der sie einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsgestaltung leiste, und Stefan Sühling bezeichnete die FBS Dülmen als "leuchtendes Vorbild im Bistum Münster".
Mit kurzen Filmsequenzen und einer Bilderpräsentation ließen Irmgard Neuß und ihre Kollegin Victoria Koestel die vergangenen zehn Jahre Revue passieren, gaben aber auch einen Einblick in den aktuellen Stand der Entwicklung und das neuste Projekt "Jugendliche begleiten Senioren".
"Neue Impulse" für das "Freiwillige Engagement im Pflegemix" gab Prof. Dr. Elisabeth Bublotz-Lutz, Direktorin des Forschungsinstituts Geragogik, mit ihrer Festrede.
"Engagement braucht Perspektiven" lautete schließlich der Titel einer Talkrunde mit ehren-, neben- und hauptamtlichen Seniorenbegleiterinnen und -begleitern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Praxis, an der auch die Erste Beigeordnete Christa Krollzig teilnahm
 Dülmener Zeitung - online vom 28.09.2009


ds- Dülmen. Die Gäste waren gestern Abend voll des Lobes: Landrat Konrad Püning sprach von einer "vorbildlichen und weitsichtigen Initiative", Domvikar Stefan Sühling stellte den innovativen Charakter heraus und auch Prof. Dr. Elisabeth Bubolz-Lutz vom Wittener Forschungsinstitut für Geragogik sah "ein neues Kapitel" eingeläutet. Sie alle nahmen im St. Barbara-Haus in Dülmen an einer Feierstunde anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Ausbildung zum Freiwilligen Seniorenbegleiter teil. 440 Frauen und Männer aus dem Kreis Coesfeld haben sich im vergangenen Jahrzehnt qualifizieren lassen, um Senioren, teilweise auch Demenz-Kranken im Alter beizustehen und Angehörige zu entlasten. Zehn Jahre, das sei "eigentlich nix", meinte Dülmens Bürgermeister Jan-Dirk Püttmann, aber vor zehn Jahren schon erkannt zu haben, wie wichtig dies angesichts des demografischen Wandels mal wird, "das ist eine Leistung".

Geehrt wurden dafür vor allem FBS-Leiterin Irmgard Neuß und ihre Mitarbeiterin Victoria Koestel, die diesen "Fachbereich" auf- und ausgebaut haben. Neuß ihrerseits dankte den Teilnehmerinnen, ohne die die Kurse nicht den nachhaltigen Erfolg hätten haben können. Das Ausbildungsmodell wird mittlerweile bundesweit kopiert. An 122 Orten in der Bundesrepublik erhalten Teilnehmer Zertifikate nach dem "Dülmener Modell". Nachahmer gibt es sogar in Österreich und der Schweiz.

2009 05 - 1 Jahr Mehrgenerationenhaus in Dülmen
s. Seite Stadt Dülmen -MGH

2006
50 Jahre Familienbildungsstätte Dülmen

Im Januar 2006 feierte die Familienbildungsstätte Dülmen ihr 50-jähriges Bestehen. 50 Jahre Familienbildungsstätte bedeuten zugleich fünf Jahrzehnte kontinuierliche, engagierte Arbeit in einem Lebensbereich, dem für die Zukunft unserer Gesellschaft entscheidende Bedeutung zukommt.
Von der Mütter- und Bräuteschule bis hin zur heutigen Familienbildungsstätte Dülmen war ein langer Weg. 1955 trugen sich einige Frauen der Kath. Frauenverbände in Dülmen mit dem Gedanken, eine Mütterschule zu gründen. Eine gewandelte Form von Ehe, Familie und Gesellschaft verlangte nach dem Kriege besonders für die Frau Führung, die sie in der Mütterschule finden sollte. Natürlich wurde eine solche Bildungsstätte primär von Frauen besucht, die fehlende Kenntnisse und Fertigkeiten zur Führung des Haushaltes und der Erziehung der Kinder spürten. Aber sekundär sollten sie Hilfe finden für die vielfältigen Anforderungen und Aufgaben, die an sie als Frauen gestellt wurden und sie in ihrer ganzen Persönlichkeit beanspruchten.
Im Januar 1956 wurde die Dekanatsmütterschule Dülmen gegründet, die Vorgängerin der heutigen Familienbildungsstätte. Eine der Initiatorinnen war Maria Worstbrock, die spätere erste Leiterin der Mütterschule Dülmen. Angefangen hatte alles ganz bescheiden, wie vieles im ersten Jahrzehnt nach dem Kriege. Die ersten Kurse fanden in Gebäuden der alten Overberg- und Marienschule statt. Ende der 50-iger Jahre stellte die Kath. Kirchengemeinde St. Viktor, der heutige Träger der Einrichtung, ein Grundstück für die Verwirklichung der Mütterschulidee zur Verfügung. 1959 konnte die Mütterschule an der Kirchgasse 2, der heutigen Familienbildungsstätte, bezogen werden. Die Mütterschule war damit neben Marl die zweitälteste Einrichtung im Bistum Münster von heute 26 Einrichtungen der Familienbildung. Ohne den großen Einsatz, das ehrenamtliche Engagement einzelner Frauen, wäre die Verwirklichung ihrer Ideen nicht möglich gewesen. Dabei konnte sie auch einige Männer von ihren Ideen überzeugen, die sie vor allem finanziell unterstützten.
Was als reine Frauensache begann, bezog bald alle Familienmitglieder mit ein. So wurde aus der anfänglichen reinen Mütterbildung später die Familienbildung betrieben.
1967 erhielt die Einrichtung den heutigen Namen „Familienbildungsstätte Dülmen“. 1975 wurde sie als staatl. Einrichtung der Erwachsenenbildung anerkannt. Seit 1998 gibt es den Förderverein der FBS Dülmen e.V. mit ca. 50 Mitgliedern, der die Bildungsarbeit der FBS Dülmen finanziell und inhaltlich unterstützt.

Die Begleitung  der Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und unterschiedlichen sozialen Lebenslagen - insbesondere an Wendepunkten des Lebens - ist entscheidend für die Vielfalt der inhaltlichen Angebote.
„Als Ort der Bildung, der Begegnung und der Begleitung bieten wir Familien und Einzelpersonen mit unseren vielfältigen Veranstaltungsangeboten Unterstützung bei der Lebensorientierung und Lebensgestaltung“ beschreibt Irmgard Neuß, seit 1991 Leiterin der FBS Dülmen die Aufgaben der Einrichtung.
Das christliche Menschenbild, das die Würde, Individualität und Selbstbestimmung des Menschen betont, ist die Grundlage unserer Arbeit. Dabei stärkt Familienbildung in ihren unterschiedlichen Ausprägungen sowohl die einzelnen Familienmitglieder als auch die ganze Familie. Die viele Jahre vorrangige Ausrichtung auf die junge Familie in der Familienbildung, ist in den letzten 5 Jahren durch einen stärkeren generationsübergreifenden Blick neu bestimmt worden. Das bedeutet, die FBS Dülmen bietet neben der FBS Elternschule, FBS Gesundheitsschule verstärkt Angebote für Menschen 55plus an, die  Belange der älteren Menschen in  ihren familialen Bezügen verstärkt mit einbezieht. Neben Angeboten im FBS KreativZentrum hat der Bereich der persönlichen und beruflichen Fort- und Weiterbildung im FBS KompetenzZentrum einen neuen Schwerpunkt der Bildungsarbeit erhalten.