Alltagsgegenstände als effektives Betreuungsmaterial einbinden und nutzen

FBS Duelmen

Aus- und Weiterbildung - Berufliche Bildung

Alltagsgegenstände als effektives Betreuungsmaterial einbinden und nutzen

Referent*in

Sabine Mierelmeier

Kategorie

Aus- und Weiterbildung - Berufliche Bildung

Tagesfortbildung für Betreuungskräfte §43b SGB XI

Leben in einer Pflegeeinrichtung ist von vielen Abschieden geprägt. Liebgewonnene
Gewohnheiten des täglichen Lebens, wie aufräumen, den Einkauf planen, das Essen
zubereiten, Reparaturen durchführen, sich um den Garten kümmern oder den
Gehweg reinigen können nicht mehr gelebt oder durchgeführt werden. Körperliche
und/oder geistige Einschränkungen be- bzw. verhindern die eigenständige
Ausführung und die räumlichen Gegebenheiten der jeweiligen Einrichtung
schränken zusätzlich die individuelle Tagesgestaltung ein. Monotonie und
Langeweile bestimmen den Alltag mit einer Hauptaktivität: WARTEN!
Diese Eintönigkeit durch kreative und aktivierende Betreuungs- und
Beschäftigungsangebote zu durchbrechen ist die Aufgabe und das erklärte Ziel von
Betreuungskräften. Neben den Klassikern wie Vorlesen, Singen, Gymnastik, Bingo,
Gedächtnistraining oder Basteln finden sich auch Spiele und Snoezelmaterialien
oder -wagen, die oft hochpreisig in der Anschaffung jedoch wenig effektiv für die
Bewohnenden sind.
Auf Grund der unterschiedlich ausgeprägten Einschränkungen der Bewohnenden ist
eine Einbindung in das jeweilige Angebot auf Grund seiner Komplexität begrenzt
und führt nicht selten zu einer Überforderungssituation, die für alle Beteiligten
wenig zielführend ist.
Im Gegensatz dazu können bekannte Alltagsgegenstände aus verschiedenen
Lebensbereichen (z.B. Haushalt, Arbeit, Urlaub) eine umfassende, ganzheitliche,
biografieorientierte Aktivierung ermöglichen, die sich nachhaltig und positiv auf die
Zufriedenheit der Bewohnenden auswirkt.
Dieses Seminar lädt ein, den Blick zu öffnen für die vielfältigen
Einsatzmöglichkeiten von Alltagsgegenständen in der Beschäftigung und ihre
Wirkweise (nicht nur) auf die Bewohnerzufriedenheit. Ziel ist es Aktivierung als
ganzheitlichen Prozess zu verstehen, der ohne großen finanziellen und zeitlichen
Aufwand zielgruppen- und bedürfnisorientiert Bewohnende in ihrer
Selbstwahrnehmung stärkt und so einen Zugang zu mehr Zufriedenheit eröffnet.
Inhalte / Ziele:
– Rollenbilder- und Rollenverteilung in den 1950/1960iger Jahren und Alltag in
dieser Zeit
– Gesellschaftlicher Wandel im 20. Jahrhundert und seine Auswirkungen auf
heute alte Menschen
– Beispiele für die Nutzung unterschiedlicher Alltagsgegenstände in der
Betreuung und ihre Wirkung auf die Teilnehmenden
– Möglichkeit zur Besprechung von Praxisbeispielen der Teilnehmenden
Referentin: Sabine Mierelmeier, Dipl. Sozialarbeiterin

Diese berufliche Tagesfortbildung richtet sich an Betreuungskräfte, Alltagsbegleiter, Fachkräfte und/oder Ehrenamtliche aus der Altenhilfe, Behindertenhilfe und Seniorenarbeit.

Kursinformationen

Kursnummer

B2241-273

Datum

Fr 27.11.2026

Uhrzeit

09:00 - 16:30 Uhr

Dauer

1 x Termine

Kursort

Dülmen; einsA; 001b - Raum Fritz; EG

115,00€

12 vorrätig

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